Passivität

John hat meinen Eintrag von gestern gelesen und wir haben darüber geredet, wie man leben kann, ohne sich ständig dafür zu entschuldigen oder zu rechtfertigen, dass man ist, wie man eben ist. Er sagt, er hat den Eindruck, dass er deswegen leben kann, ohne sich vor anderen zu rechtfertigen, weil es für ihn ok ist, wenn nicht alle ihn verstehen oder auch mögen. Ich bin anders. Ich würde gern verstanden und gemocht werden und es ist schwer für mich, wenn ich glaube, dass es Missverständnisse gibt oder wenn ich merke, dass Menschen mich nicht gern haben. Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu mir selbst. Ich glaube, eigentlich bin ich schon ein guter und netter Mensch, aber ich zweifle sehr stark an mir und finde immer wieder, dass ich zu schwach bin, Sachen zu sehr zerdenke, nicht belastbar genug bin ect. Als John und ich eine Beziehung begonnen haben, habe ich in mein Comic-Tagebuch geschrieben “I wanna be a better man”, an einer Figur, die mit den Armen über dem Kopf fixiert ist. Wenn ich das Bild anschaue, dann denke ich, ich dachte damals, ich könnte passiv ein besserer Mann werden, zum Beispiel durch die Leute, mit denen ich mich umgebe oder durch Johns Stärke und natürliche Autorität. Heute denke ich, dass ich sehr falsch lag. Ich kann mich nur verbessern, wenn ich aktiv an mir arbeite. Aber aus der Passivität rauszukommen und aktiv zu werden, finde ich sehr schwer. Ich habe kein Problem, mich zu disziplinieren, aber ich schrecke oft vor weitreichenden Schritten zurück, weil ich die Veränderungen fürchte. Und ich habe das Gefühl, dass ich ohnehin nie so werden kann, wie ich es eigentlich gern würde, weil ich eben einfach nicht so stable, seriös, autoritär, aufrecht und voller Kraft bin wie John oder mein Bruder. Ich kann besser mit der Demütigung leben als mit der Frustration, wenn ich rausfinden würde, dass ich es einfach nicht schaffe.

Now, what about that “Dad”-thing? I’ve become a wee bit used to call John Dad, but still my heart wants to jump out of my ribcage when I do so LOL Sometimes I feel scared as if I’d expect some sort of emotional outburst or a punishment for using that word, but I grow comfortable with it. It just aims so deep.

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