Ardhanarisvara, Yoga und Tantra

Ich habe in den letzten zwei Tagen ein Buch über die Kundalini-Kraft und Tantra gelesen. Ausgesucht hatte ich es mir, weil es zum großen Teil auch von Shiva handelt, über den ich viel lernen möchte, weil ich glaube, dass es mir dann leichter fällt, mich auf ihn einzulassen und ihn zu verstehen. Ich fand, das Buch war wegen der ganzen Sanskritbegriffe sehr schwer zu lesen und ich habe mir viele Notizen gemacht. Hier liste ich die für mich Relevanten:

  • eingeringelte Kundalini = vergiftete und vergiftende Energien. Erwachte, aufrechte Kundalini = kreative, schaffende Energien.
  • Kundalini kann mit Yoga geweckt werden. Atem, Bewegung, Meditation, Mantra, Yantra, Gebet.
  • Ardhanarisvara = Hermaphrodit aus Shiva und Shakti / Parvati. Shiva vereint als Ardhanarisvara die gegensätzlichen Prinzipien + Energien in sich. Nach dem Sáktavijnana enthält das erste Chakra beide Geschlechter. Legende: Shakti war wütend, dass manche Yogis nur Shiva verehrten und wurde so zornig, dass Shiva einlenkte und fragte, was sie wolle. Sie sagte, sie wolle zu einer Hälfte seines Körpers werden, damit die Yogis fortan sie beide verehren würden.
  • Tantra: körperliche Vereinigung zu spirituellen Zwecken. Funktioniert nur, wenn in beiden die Kundalini erweckt ist. Die Nadis (Energiebahnen) der Frau sind leichter zu öffnen und zu dehnen als die des Mannes. Blöde Frage: kann ich Tantra nicht praktizieren, weil ich schwul bin? Das Internet sagt doch, das Buch sagt nein. Ich denke, zum Teufel mit Homophobie.

Mir sind bei der Lektüre ein paar Dinge klar geworden. Ich glaube, dass ich mich zu Shiva hingezogen fühle, hat viele gute Gründe. Je mehr ich über ihn lese, desto mehr scheinen wir zueinander zu passen. Ich glaube auch, dass ich nicht drum herumkomme, mich mit Yoga zu beschäftigen. Ich habe eine Freundin um ihren Rat gebeten, wie ich jetzt vorgehen soll. Sie macht schon länger Yoga und es scheint mir gut, jemanden zu fragen, der sich auskennt. Ich habe auch schon mal Yoga gemacht, aber nur ein einziges Mal, und es hat mir gut gefallen. Überall lese ich davon, dass Shiva meditiert, und ich denke, ich sollte das auch lernen. Mir wurde das schon oft empfohlen, aber ich habe es nie geschafft, mich darauf einzulassen, weil ich dachte, es heißt, dass ich an nichts denken soll. Meine Freundin sagt, dass Meditation auch anders sein kann. Ich bin gespannt. Ich habe mir ein Notizbuch gekauft und halte meine Gedanken über Shiva und den ganzen Themenkreis darin fest.

Ich träume sehr oft und dann auch sehr intensiv von Shiva. Er ist die ganze Zeit in meinen Gedanken. Ich habe jetzt sogar davon geträumt, wie ich eine Zeremonie für ihn mache. Ich bin mir unsicher, ob es gut ist, das zu tun, oder ob Shiva es ablehnen würde. Meine Mitbewohnerin hat ihre Hilfe angeboten und ich glaube, ich möchte es probieren.

Ich glaube, dass Shiva durch die Träume mit mir spricht, denn sie erscheinen mir so klar und fühlen sich total richtig an. Ich habe ihn ja zum Beispiel gefragt, ob er trotz des Missbrauchs möchte, dass ich für ihn singe, und in meinen Träume singe ich. Ich habe jetzt auch noch andere Dinge zu seiner Postkarte gestellt (Kräutertopf, zwei Steine, eine gewebte Decke), weil ich im Traum gesehen habe, dass ich es tue. Es fühlt sich komisch an, mich darauf einzulassen, aber es tut mir gut. Ich habe das Gefühl, ich entdecke ganz neue Züge an mir.

Jetzt gleich holt John mich ab. Wir fahren zum Spielen zu einem anderen dominanten Mann. Ich bin jetzt seit zwei Wochen im Birdlock und hoffe auf Erleichterung🙂

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