Zum ersten Mal Yoga

Heute Morgen hatte ich erst keine Lust, meine Verabredung mit R. zum Yoga einzuhalten, aber weil wir sie schon eine Woche ausgemacht hatten, bin ich doch zu ihr gefahren. Ich habe immer wieder gelesen, dass Shiva mit dem Yoga untrennbar verbunden ist und dass Yoga ein Weg ist, Shiva zu ehren und ihn zu erfahren. Shiva wird als Mahayogi bezeichnet (Meister des Yoga). Auf den meisten Abbildungen nimmt er Yoga-Haltungen ein, zum Beispiel zum Meditieren oder zum Tanzen. Ich habe gelesen, dass man Shiva ehren kann, indem man seinen Schöpfungs- und Zerstörungstanz nachahmt, aber ich denke, dafür bin ich nicht gelenkig genug. Ich glaube auch nicht, dass ich Anmut besitze und ich würde nicht wollen, dass Shiva mich tanzen sieht und es grotesk findet.

R. hat mir vorher erklärt, was wir machen, und dann haben wir uns aufgewärmt. Wenn man die Muskeln vorm Yoga nicht aufwärmt und dehnt, kann man sich verletzen, wie bei anderem Sport. R. sagt, ich könnte vorm Yoga auch Joggen und mich etwas stretchen oder Radfahren. R. und ich hatten im Laufe der Woche mehrmals miteinander telefoniert und gemailt und sie hat mir erklärt, was ihre Yoga-Form ausmacht (Ashtanga Yoga). Ich finde es noch sehr kompliziert, zwischen den einzelnen Yogas zu unterscheiden, aber R. hat gesagt, dass ich im Laufe der Zeit die Form finde, die zu mir passt, wenn ich dabeibleibe. Beim Ashtanga Yoga koordiniert man Atmung und Bewegung, und manchmal war ich durcheinander, weil ich es nicht gewohnt bin, so auf meine Atmung zu achten. Es war schwieriger zu atmen als die Bewegungen zu machen. R. sagt, ich bin ziemlich gelenkig und das hat mich gefreut, weil ich gedacht habe, dass ich steif und unbeweglich bin🙂

Nach dem Yoga haben wir zusammen Yogitee getrunken (sie hat ihn extra mit Reismilch gemacht für mich). Ich finde ihn lecker, aber auch gewöhnungsbedürftig, weil er mich an Weihnachten erinnert🙂 Die Gewürze sollen den Stoffwechsel anregen. R. sagt, dass viele Yoga-Stile sich mit Shiva beschäftigen und dass sie es bemerkenswert findet, dass mein Weg andersrum ist, von Shiva zum Yoga und nicht vom Yoga zu Shiva. Sie sagt, dass die Körperhaltung beim Meditieren Shiva imitieren soll. Ich habe ihr schon erzählt, dass ich für Shiva das Mantra Om Namah Shivaya singe und sie hat mir eine Gebetskette geschenkt. Sie ist aus Samen von einem Baum (Rudhraksha) und an der Kette sind 108 Samen, und dann kann ich beim Singen mit den Perlen abzählen, wie oft ich das Mantra schon gesungen habe. Ich war gerührt davon, dass sie mir die Kette geschenkt hat, und ich musste an S. denken, die gesagt hat, vielleicht kommen im Laufe der Zeit noch andere Sachen zu meinem Shiva-Bild dazu.

Ich möchte gerne noch mal Yoga machen. R. sagt, in meinem Wohnort gibt es Yoga-Studios und ich will in der nächsten Woche nach einem suchen, wo ich Yoga machen kann. Nach dem Yoga habe ich mich heute sehr gut gefühlt. Als wäre ich wach und aufmerksam. Meine negativen Gefühle von gestern sind wie weggeblasen, es geht mir gut. Heute Nachmittag möchte ich im Garten arbeiten und heute Abend gehen John und ich ins Kino.

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