Kontrolle

Als ich gestern vom Yoga nach hause gefahren bin, habe ich im Auto ein Lied im Radio mitgesungen. Das mache ich eigentlich nie, weil ich finde, dass ich nicht gut singen kann (vielleicht außer geheuchte Happy Birthdays :-)), aber gestern war es ein spontaner Affekt und ich habe es einfach gemacht. Es war schön und hinterher dachte ich, vielleicht ist das ein Weg, etwas mehr Verspieltheit in meine Beziehung zu Lord Shiva zu bringen. Normalerweise versuche ich, mich sehr stark zu kontrollieren. Ich versuche, mich von außen zu betrachten und herauszufinden, ob ich gerade stehe, ob meine Kleidung ordentlich ist und wie das, was ich mache oder sage, auf andere Personen wirkt.

Auf meine Weise bin ich ein Kontrollfreak. Ich versuche zwar nicht, mein Umfeld und meine Mitmenschen zu kontrollieren, aber ich kontrolliere mich selbst permanent und korrigiere, was nicht genau in meinen Plan passt. Wenn ich einer Situation ausgeliefert bin, wo jemand anders meinen Plan durcheinanderbringt, stresst mich das. Zum Beispiel wenn ich verabredet bin und meine Verabredung zu spät kommt. Oder wenn es einen Stau gibt oder etwas im Laden ausverkauft ist, was ich für das Abendessen gebraucht hätte.

Ich mache noch nicht lange Puja für Lord Shiva, aber ich habe jetzt gemerkt, dass ich auch da meiner Neigung, Regeln aufzustellen, nachgekommen bin. Wenn ich versuche, den Ablauf zu verändern, fühlt sich das schräg und komisch an. Dabei wäre ich gern offener, freier und spontaner.

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