Erinnerungen

John und ich haben gestern Abend über Faggots geredet und er sagt, dass er so eine Abhängigkeit nicht will. Es ist ok für ihn, dass er der stärkere Partner ist, aber er will nicht, dass ich aufhöre zu denken oder ein eigenständiger Mensch zu sein. Wir haben beide Phasen gehabt, wo wir probiert haben, nicht so zu sein, wie wir sind. Ich habe versucht, nicht devot zu sein und nicht an BDSM zu denken, wenn ich Sex hatte, aber es war nicht erfolgreich. Es hat sich für eine Weile verdrängen lassen, aber es kam dann immer noch stärker zurück. Es war dann eine starke Sehnsucht in mir. John hat auch versucht, sich zu verstellen. Er hat so getan, als wäre er weniger oder gar nicht dominant und es hat auch nicht funktioniert, weil er an andere Sachen gedacht hat. Ich finde, das wäre unehrlich, wenn wir versuchen würden, anders zu sein. Es würde sowieso nicht gehen. Ich versuche, Verständnis dafür zu haben, wenn andere Männer sich als Faggots sehen, aber es fällt mir schwer, weil es mich an früher erinnert. Die Grenze ist ganz schmal zwischen Sachen, die ich mag und die triggern. Ich habe Zeit gebraucht, um zu lernen, offen mit John zu reden über das, was ich mag und was ich nicht mache.

Ich habe auch an unser erstes Date gedacht. John hat mich zum Essen eingeladen und etwas gekocht. Ich war sehr aufgeregt, weil ich dachte, hoffentlich vermassel ich es nicht und sage und mache nichts Dummes. Ich habe mir Sorgen gemacht. Von Anfang an hatte ich Phantasien von John, wo er dominant war, aber ich war mir nicht sicher, ob er schwul ist. Ich habe nur gemerkt, dass er sehr selbstsicher ist, und es hat viele Gedanken ausgelöst. Aber das ist auch nichts, worüber man vorm ersten Date oder beim ersten Date redet. Vielleicht ist das anders, wenn man sich in einer Partnerbörse im Internet kennen lernt, weil man dann direkt schreiben kann, dass man schwul und devot ist. Ich weiß nicht. Aber ich habe davon nichts erzählt. Wir haben gegessen und geredet und ich konnte die ganze Zeit nur seine Hände und seine Augen ansehen. Er hat mir von der Arbeit erzählt und ich dachte “was will so ein Mann mit mir? Wieso bin ich jetzt hier?”. Und nach dem Essen habe ich gesagt, ich wasche ab, und er hat mich berührt. Und dann hat er mich geküsst und wir haben miteinander geschlafen. When he wanted to take off my shirt, I said “I’ve got scars”, and John said “I won’t ask unless you want me to” and I shook my head and he did not say anything about it. He just wanted to know whether it would hurt me if he touched them, but it did not. It never did. It took me months to build up enough courage to ask him whether he found them ugly or me with them. “Ugly is a word that never comes into my mind when I think of you”. Ugh…so sweet. But even now, in our third year, I still find it very difficult to understand that Love likes to watch, taste, touch and hear me. But it means the world to me.

Später hat John gesagt, er hat eigentlich direkt gewusst, dass ich schwul bin, weil ich es gar nicht gut verstecken konnte, wie ich ihn angeschaut habe. Es war mir peinlich, aber er fand es süß. Er sagt auch, er hat früher versucht, immer zu verstecken, dass er schwul ist, weil es in seinem Geschäft schlecht sein kann, wenn die Leute wissen, dass er schwul ist, aber als er älter wurde, wurde es ihm egal und die Gesellschaft ist auch etwas toleranter geworden. Aber lange wurde eher toleriert, dass man bezahlten und anonymen Sex mit einem anderen Mann hat als dass man dazu steht, dass man ihn liebt.

When I look at pictures of John in younger days I can’t keep myself from wishing I had met him when I was 15 or so.

http://dudeswhomarrydudes.tumblr.com/post/72363827401

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Faggots

Es macht mich betroffen, wenn ich manchmal sehe oder lese, wie andere Doms mit ihren Subs umgehen. Aus dem amerikanischen Englisch gibt es den Begriff faggot, was eigentlich Schwuchtel heißt, aber in der Gay-BDSM-Szene werden so Subs genannt, die sich sehr stark erniedrigen lassen. Sie sehen sich selbst als wertlose Sklaven ohne Rechte und bekommen ihren Kick davon, wenn sie sehr stark gedemütigt (humiliated) und sehr stark gebraucht (used/misused) werden. Manche bekommen davon auch bleibende Verletzungen (Zerstörung des Schließmuskels, Riss des Penisbands ect.). Viele wollen als Hunde gehalten werden (aus dem Napf trinken und essen) und sie geben ihrem Dom auch das Recht, ihre Haare zu scheren.

Es ist unangenehm, wenn ich davon lese oder Bilder sehe, weil ich glaube, dass ich verstehe, was für sie den Kick ausmacht, aber ich vertrage das nicht gut, weil es mich an früher erinnert. Ich sehe mich als Sub nicht würdelos. John sagt, er will, dass ich stolz darauf bin, sein Sub zu sein, und ich bin es. Er will, dass ich aufrecht bin (straight up) und stolz, er will niemanden, der würdelos alles über sich ergehen lässt. Für uns ist es glaube ich eine Gratwanderung zwischen niveauvollem BDSM und niveaulosem. Ich könnte John nach bestimmten Sachen nicht mehr in die Augen sehen. Ich würde es schrecklich finden, wenn er mich mit Edding beschmieren würde mit Worten wie Schlampe, wertlos oder Köter oder so oder wenn er mich anspucken oder von mir verlangen würde

Ich breche das lieber ab, was ich schreiben wollte, weil es mir nicht gut vorkommt. BDSM ist ein Spiel, bei dem es auch Verlierer geben kann, wenn es nicht passt zwischen Dom und Sub. Es hat mich viel Vertrauen gekostet, mich John gegenüber so zu öffnen und mit ihm über den Missbrauch und alles zu reden. Ich weiß, dass viele andere Männer mich als Partner direkt abgelehnt hätte, weil ich behindert bin, und wenn ich von den Sachen erzählt hätte, wäre das für sie ein rotes Tuch gewesen. Aber John sagt, er hat direkt die Perle gesehen in mir und er musste sie nur freilegen und jetzt muss er sie immer wieder polieren, damit die strahlt. Ich mag diese Metapher, ich finde das romantisch 🙂 Ich weiß aber auch, dass John sehr stark sein musste, um den Dreck herunterzukriegen, und seine Stärke und natürliche Dominanz hält mich jetzt auch noch immer auf dem richtigen Kurs. Wenn ich er gemeiner wäre oder mich in eine Richtung manipulieren würde, die nicht gut wäre für mich, wäre es sehr schwer für mich, da rauszukommen. Ich bin glücklich, dass Du bist, wie Du bist, John. Lova ya.

W’s Gumbo

I have asked W for his Gumbo recipe and he allowed me to publish it. He always uses cups!

  1. Slice 1 pound tofu. Heat 3 tbs peanut oil in a pan and fry tofu until golden brown, then remove from pan. The oil should be consumed by now.
  2. Add 1/3 cup of peanut oil and 2/3 cups of wheat flour to the pan and reduce heat. Roast until flour is golden brown.
  3. Add 1 cup of cubed onions and 1 clove of garlic, grated, and roast for several minutes.
  4. Add 2 cups of chopped celery stalks, 2 cups of sliced okra and 2 cups of cubed ball pepper, and as much chile as you can stand. You can also use adobo sauce! Roast again for several minutes.
  5. Add 3 cups of cubed tomatoes and 4 to 6 cups vegetable broth. Cook for 15 to 20 minutes until the vegetables are tender.
  6. Put the tofu back into the broth, until it’s warm.
  7. Spice up with even more chile!

W served the Gumbo with red rice and bread and he did not add as much chile as he pretended because he knows I can’t eat it 🙂 You can also use chicken, beef or crocodile instead of the tofu. W said, yesterday’s version was vegan.

We had a very nice evening and talked a lot about W’s Grammy and W made a Gumbo offering for one of his Gods. He is called Papa Legba, but W said many Christian Saints like Gumbo as well. I have given a bit to Lord Shiva and it was ok, I think. But He likes other things better 🙂

Just doin’ nuthin’

The art of dominating your sub most times consists of actions such as giving commandos, putting him in cuffs, whipping and all the other beautiful things you can think of. But my Love found out that by doing not much or even nothing at all, he can drive me nuts as well. I have written about this in previous postings, but yesterday evening was such a perfect example for his art of doing nothing that I want to write it down.

After we had dinner, I was a bit dozy and told John I’d lay down for half an hour. He said that would be fine with him, but that he’d like to “add a bit sweetness” to my time in bed. He tied my wrists to the bed to prevent me from touching myself, then pleasurably released me from the Birdlock. I’ve been kept chaste now since Dec 20th, except from a bit T&D every now and then (35 days) and yes, I was longing for an orgasm. But John did not touch me at all. Instead, he attached a little vibro eggwith a bit bondage tape to the bell end and started the slow mode. “Let’s see how long you can prevent yourself from getting horny”. I had to grin, because I already was horny, but the very tender vibration increased my arousal very quickly. “Could you please turn it faster, Sir?”. Usually John does not accept my pleas, but yesterday he smiled and turned that vibro egg to another mode which goes like **—–**—–************ Ugh! He watched me for a moment, then decided to complete the situation by adding a nice plug made of glass which is a bit painful to install but then is very comfortable to wear.

“Seems you’re already very horny, son”, John asserted. I was! “Ok then, have a good time”. Ugh! I asked him whether he would not like to stay with me (because I had hoped for a bit more action), but he just gave me a kiss, settled over to his side of the bed and began reading. I held out for several minutes, then I felt an orgasm building up inside of me, but as the vibration was so tender, I knew I could not make it. That’s why I began pleading for release, several times, but John just didn’t react. When I kindly asked him to touch me again, he stood up without a word and returned with a ball gag. I don’t like that particular gag because it’s a bit too big for me so that my jaws start to hurt when I have to wear it for a while, but John enjoyed the silence that followed.

So we lay there, Master reading and I permanently on the verge of cumming, but not being able to. That’s the point where an hour seems to turn into a whole day and when arousal and desperation change rapidly. And that’s the point where I experience that kind of altered state of consciousness I have already written about.

After a very long while (as it seemed) John turned to me again, pretending not to have noticed me at all. “And? Did you already cum?” I shook my head. John smiled and clicked his tongue. “Well, that’s a pity son, hu?” I nodded. “Let’s see….I’ll give you 5 more minutes. If you don’t manage to cum then, I’ll lock you in again for another 20 days”. Ugh! He returned to his side of the bed and kept reading while I did what I could to support my body. I thought of moments with Master, of pain and lust. I was panting like furious, but John just pretended not to notice me. Then I suddenly felt like I could manage to cum if I would not ruin it by the wrong thoughts. And indeed, after some more vibrations I felt an orgasm begin, very slowly but then icreasing violently. It was unbelievably intense and almost made me faint LOL John did not move, but after I was done he came to me, kised me and said “Good boy”. And that’s it.

Yogamatte und Lord Shivas Stier

Seit zwei Wochen läuft der neue Yogakurs. Viele vom ersten Kurs sind jetzt auch wieder dabei und wir sind eine nette Gruppe geworden und wir wollen demnächst auch zusammen essen gehen. Die Pause über die Feiertage tat mir gut. Ich war mir nicht sicher, ob ich weitermachen soll, weil Yoga so oft Erinnerungen getriggert hat, aber jetzt bin ich froh, dass ich es gemacht habe, denn es hat mir gefehlt. Ich bin bei manchen Sachen besser geworden, aber es gibt auch Übungen, die ich nicht mag und die mich unruhig machen. Eine Frau in meinem Kurs hat geraucht, aber sie will jetzt aufhören, weil sie sagt, dass es sie stört, dass sie nicht so tief atmen kann wie die anderen. Yoga wirkt bei uns allen und es ist schön, wenn wir darüber reden und wenn wir unseren Yogalehrer Sachen fragen können. Er ist sehr geduldig und nett.

Ich möchte jetzt auch zuhause Yoga machen und er hat mich ermutigt, das zu machen. Er hat mir Material gegeben und ich habe Yoga auf einem Teppich im Wohnzimmer gemacht, aber es war zu hart und auch zu rutschig. John sagt, ich soll mir einfach eine Yogamatte kaufen und er findet es gut, wenn es mir gut tut und will vielleicht sogar mal mitmachen 🙂 Eigentlich spielt er lieber Golf oder geht zum Krafttraining, aber ich finde es lieb, wenn er sagt, dass er schön findet, dass Yoga mir gut tut und daran Interesse zeigt. Unser Yogalehrer hat ein Schaffell, auf dem er die Übungen macht, und wir anderen können Matten ausleihen, aber manche habe auch eigene dabei. R hat eine Matte aus Schafwolle und sie ist zufrieden damit. Jetzt will ich auch schauen, dass ich eine Matte finde, die mir gefällt. Sie darf nicht so dünn sein, aber auch nicht so schwer, wenn ich sie zum Yogaunterricht mitnehmen will. Ich habe schon gesehen, dass es viele Sachen für Yoga gibt und dass manche sehr teuer sind, aber John sagt, es ist egal, was es kostet, wenn ich es haben will. Ich weiß noch nicht. Wenn sie zu dünn ist, tut mir der Rücken weh, wenn ich liege oder auf der Wirbelsäule rolle.

Am Wochenende sind John und ich bei W eingeladen. Er will Gumbo kochen, aber ohne Fleisch, und es kommt aus der Gegend, wo seine Familie herkommt (Louisiana) und da wird es mit Krokodilfleisch gemacht. W sagt, die Krokodile sind für die Leute da manchmal eine richtige Pest in den Sümpfen, aber es gibt da auch Krokodilfarmen, und wenn man Krokodilfleisch isst, dann kann man die Kraft und die Tücke eines Krokodils in sich aufnehmen. Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, dass man bestimmte Eigenschaften erhalten kann, wenn man bestimmte Sachen isst. Obwohl, vielleicht stimmt das gar nicht, weil ich auch schon dachte, dass es sehr männlich und aggressiv auf mich wirkt, wenn John ein blutiges Steak mit Genuss isst. Ich vertrage Fleisch nicht und ich möchte es auch nicht mehr essen, und ich wirke auch nicht aggressiv. Im Yoga gibt es Übungen, die können mich aggressiv machen, das ist komisch.

Ich mag es, wenn mir W von seiner Familie erzählt und wie es bei seiner Grandma war. Sie hat ihm alles beigebracht über die Götter und die Heiligen und er arbeitet heute noch immer damit, wie sie es ihm gezeigt hat. Es wäre bestimmt schön, wenn ich auch jemanden hätte, der mir etwas über Lord Shiva beibringt, aber es gibt ja auch Bücher und das Internet.

Ich denke jetzt oft an einen weißen Stier und ich habe danach gesehen, dass Shiva eine Beziehung mit einem Stier hatte (Nandi). Das ist mir bisher nicht klar gewesen. Früher gab es in dem Ort, wo ich aufgewachsen bin, auch Bauern, die Kühe hatten, und mal durfte nie den Bullen zu nah kommen, weil sie sie aggressiv waren. John hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass to sire, zeugen mit Sire und Sir zusammenhängt und dass jemand, den man Sir nennt, als aggressiver und zeugungskräftiger Herrscher angesehen wird. Es passt für mich, weil ich John auch Sir nenne und Dad 🙂

Being Gay In Public

I’ve gotten a bit used to calling John Dad, but it still makes my heart beat faster 🙂 I guess our relationship has adapted a little to these new roles we take in, altough it seems the both of us have felt like Dad and son before. John has told me about the boy he was in love with when they went to school. I have already alluded to their relationship in a previous posting. When the teachers found out that they were in love and did “those perverted things”, they punished them very harsh and informed their families about the dishonour they brought over their families. I was shocked when John told me that teachers in the UK had the right to spank pupils until 1998 and that most parents approved this! John was allowed to stay at this school, but the other boy was sent away and they have never met or spoken again, but John knows where he lives and that he is not married. I grew very sad when John showed me the only love letter he had ever received before he met me. It’s just a torn out and yellowed slip of paper on which the other boy scribbled “Love you”, but John still keeps it. Ugh. I have suggested he may call the other man and meet him to talk things over, but John is afraid to do so because he doesn’t know if the other still recalls him or would like to be reminded of him.

I think it’s cruel to keep people from loving each other just because they’re gay and do not fit in the social conventions. Once I saw a picture with a gay couple kissing which said “Keep Calm, It’s Only Two People Loving Each Other”. I haven’t experienced such abashing, although many people yelled at me because I’m gay. It still does not come easy to me to ignore people who make fun of John and me when we’re holding hands in public, but John says he’s “fucking fed up” with those idiots and is far too old and too rich for buckling or letting go of my hand 🙂 W suggested I should imagine a society where it’s normal to be gay and where people stare and shout at straight couples. I still would think of that as bad behaviour! But it’s awesome to think about a society where people can live the way they want and feel. I know it’s natural for me to be gay and I’m proud to be John’s partner. The only thing that really gets on my nerves: women flirting with John. I’m jealous when this happens.

http://daddyboybuffet.tumblr.com/post/74069612626/inchargedad-right-where-you-belong-arent-you

3 Questions

Es geht mir jetzt schon besser und das Auto kann man reparieren. Ich war heute auch wieder auf der Arbeit und habe mit meiner Chefin darüber geredet. Sie sagt, sie hat mal einen Dachs überfahren und er war auch direkt tot und lag tagelang herum, bis die Straßenreinigung ihn weggemacht hat. Sie sagt, es hat sie auch mitgenommen, aber man kann bei Geschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern schon nicht mehr bremsen und wenn man 70 fährt, ist es unmöglich, da kann man froh sein, wenn man selber heil bleibt.

W has visited us this evening and we had dinner together. He said one thing I want to remember. If you’re in love with a person, you should ask yourself these 3 questions: who do I think of when I’m blue / who cheers me up? Who do I think of when I’m happy because I’d like to share my happiness with him? And who do I think of when I’m horny? If the answer is always the same person, you should marry him. Isn’t that cute? That’s how I feel about John.