Veränderungen mit Lord Shiva

Ich habe schon lange nichts mehr über Lord Shiva geschrieben, aber ich weiß selbst nicht wieso. Ich mache für ihn noch immer Puja, aber es hat sich verändert. Ich bin mir sicherer geworden und ich glaube auch nicht mehr, dass er von mir denken könnte, dass ich ein Taugenichts bin, weil ich nicht mit dem hinduistischen Glauben aufgewachsen bin und mir alles selber beibringen muss. Lord Shiva ist zu mir sehr freundlich und er ist geduldig und trotzdem fordert er Sachen von mir, wenn er sie wirklich will. Ein Thema, das immer wieder kommt, ist Ekstase. Lord Shiva ist ja auch der Gott des Ekstase und er tanzt die Welt in das Leben und dann zerstört er sie wieder. Mir fällt es sehr schwer, in Ekstase zu kommen, weil ich versuche, sehr kontrolliert zu sein. Ich habe immer Angst, dass ich in der Ekstase alle Kontrolle verliere, und dass dann schlimme Dinge passieren. Ich weiß auch nicht welche, aber die Angst ist einfach da. Beim Sex kann ich noch am ehesten in Ekstase kommen, weil ich es gewohnt bin, John die Kontrolle zu überlassen. John sagt, ich kann mich auch daran gewöhnen, Lord Shiva die Kontrolle zu überlassen. Ich glaube, es stimmt, aber es braucht Übung und Vertrauen. Vor allem Vertrauen, denke ich.

W und ich treffen uns jetzt regelmäßig und machen gemeinsam Puja. Ich war erstaunt, dass Hinduismus und Voodoo ganz gut passen, weil es sich immer gut anfühlt, wenn wir gemeinsam mit unseren Göttern reden, für sie singen und räuchern oder Feuer machen und ihnen opfern. Ich habe viel von W gelernt. Er ist schon immer mit Voodoo aufgewachsen und es war ganz normal für ihn, und er ist ganz natürlich im Umgang mit seinen Göttern. Er sagt, dass Jesus zum Beispiel gerne Reis mag, und Lord Shiva mag es auch, vor allem süß und mit Karotten und Rosinen drin. W hat mir gezeigt, wie man Kräuter und Blüten miteinander mischen kann, damit man eigenes Räucherwerk hat, und wenn wir uns treffen, bringt er seine Sachen mit und ermuntert mich, einfach das zu mischen, was mir einfällt. Manchmal riecht es komisch, aber dann erklärt mir W, was ich besser machen kann.

W arbeitet auch mit Siegeln und Zeichen und ich habe mir ein Zeichen für Lord Shiva ausgedacht. Ich hatte Angst, dass es blasphemisch ist, aber es scheint gut zu sein. Ich habe es auf ein Stück Holz gemalt und es liegt entweder auf der Fensterbank bei den anderen Sachen oder ich nehme es mit, wenn W und ich uns treffen. Ich habe mir auch eine kleine Bronzestatue von Lord Shiva gekauft. Sie ist nur ein paar Zentimeter hoch und ich verwahre sie in einem Beutel oder sie steht auf dem Fensterbrett.

Ich habe versucht, besser zu meditieren, aber ich schaffe es nicht. Ich habe Angst vor dem Fallen, und manchmal wird mir schwindelig, wenn ich die Augen zu mache und mich konzentriere. Dann bin ich direkt wieder raus. W sagt, ich kann auch anders meditieren, vielleicht mit Singen oder beim Räuchern, wobei mir das noch nie passiert ist. Ich glaube, es ist gut, dass Lord Shiva mit mir ist, weil er mir viel Stabilität gibt. Er ist ganz anders als ich und es tut mir gut, mit ihm Kontakt zu haben.

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